Zurück zur Startseite

Dynamics NAV 2013 R2: Die neuen Funktionen im Finanzmanagement

Microsoft Dynamics NAV 2013 R2 Zahlungsverkehr Finanzmanagement Funktionen neuZahlungsverkehrs-Modul ist nun im Standard von Microsoft Dynamics NAV enthalten

Waren die bisherigen Granules „5001910 – Zahlungsverkehr“ und „5001920 – Auslandszahlungsverkehr“ nur bis Dynamics NAV 2009 R2 im Einsatz, ist ab Version NAV 2013 R2 wieder ein eigener Zahlungsverkehr im Standard der ERP-Lösung enthalten.

Der darin enthaltene Funktionsumfang bietet u.a. automatische und manuelle Zahlungsabwicklungen, Bankkontoabstimmung, Kontoauszugsimport oder den Export von SEPA Überweisungen & Lastschriften im XML-Format.

Mit dem Zahlungsverkehrs-Modul wird u.a. die Abstimmung von Bankkonten in Microsoft Dynamics NAV mit den Kontoauszügen ermöglicht. Offene Posten können automatisch durch das System vorgeschlagen, ausgeglichen oder auch manuell hinzugefügt werden. Auf diese Weise lassen sich Kontoauszüge tagesaktuell mit dem System abgleichen. Die Vorkontierung bzw. der Ausgleichsvorschlag der offenen Posten erfolgt anhand der Beleg- sowie Kontonummer des Kunden, die in der Zahlung angegeben sind.

Mit dem aktuellen Rollup können auch die Kontoauszüge in den Formaten CSV oder CAMT eingelesen werden. Dieses Format löst im Rahmen der SEPA-Einführung zukünftig das traditionelle MT940-Format ab.

Eine weitere Standard-Funktionalität im Cash-Management ist das Kassenbuch, um alle mit Bargeld durchgeführten Transaktionen im Unternehmen zeitnah und vollständig zu erfassen, zu verwalten und zu dokumentieren. Die Einnahmen und Ausgaben erfolgen über ein eigenes Fibu-Buch.-Blatt in Dynamics NAV 2013 R2.

Erstellung von Zahlungsvorschlägen

Für die offenen Posten, sowohl debitorisch als auch kreditorisch, werden Zahlungsvorschläge direkt im System erstellt. Die Zahlungsvorschläge (eigenes Zahlungsausgangs Buch.-Blatt und Zahlungseingangs Buch.-Blatt) können sowohl Rechnungen als auch Gutschriften in einem Lauf verarbeiten und Überhänge abbilden. Nach Überprüfung der Zahlungsvorschläge können die daraus resultierenden Zahlungsdateien für die Übertragung in die Banksoftware erstellt werden. Die neuen SEPA XML-Formate werden hierbei unterstützt. Zudem ist es möglich, im Bereich der Lastschriften die notwendigen Mandate bei den Bankverbindungen der Debitoren zu verwalten. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass es in der vorliegenden Standardversion nicht möglich ist, die noch bis August 2014 verwendbaren DTAUS-Dateien zu generieren.

Weitere Informationen zu den neuen Funktionen, der neuen Benutzeroberfläche und Updatestrategien finden Sie in unseren Themenseiten zu Microsoft Dynamics NAV 2013 R2.



Weitere Artikel:

2 Antworten auf „Dynamics NAV 2013 R2: Die neuen Funktionen im Finanzmanagement“

  1. Sehr guter Beitrag! (Danke dafür erstmal von meiner Seite)
    Ich denke in jedem Fall auch, dass ein gut strukturiertes Zahlungsmanagement in der heutigen Zeit immer wichtiger wird (wobei es dies ja auch schon immer gewesen ist). Solange die Dinge auf der politischen Ebene künstlich in die Länge gezogen werden (siehe SEPA-Umstellungsverfahren), bleibt einem aber genug Zeit dazu, seine Systeme dem neuesten technischen Stand anzupassen.
    In diesem Sinne einen schönen Gruß,
    Felix

  2. Mit der Aufnahme eines Zahlungsverkehrs in den Standard von NAV 2013 hat Microsoft einen Weg eingeschlagen, dieses Thema inhaltlich selbst zu besetzen. Erste praktische Erfahrungen bei Kundenimplementierungen zeigen aber, dass es bis jetzt nur erste Schritte sind, die bereits vollzogen sind. Für den deutschsprachigen Raum sehr wichtige Funktionen, wie z. B. die komfortable Berücksichtigung von Skonto in Zahlungsvorschlägen, sind in der gegenwärtigen Implementierung noch sehr unterrepräsentiert. Erste Mitteilungen zu Funktionserweiterungen in NAV 2015 lassen vermuten, dass auch im Bereich des Zahlungsverkehrs nachgelegt wird. Da der Microsoft Modul-Launch mit der Einführung von SEPA bei den Geschäftsbanken parallel verlaufen ist, ergeben sich natürlich noch weitere Schwierigkeiten. Die unterschiedliche Behandlung der Formate bei den Geschäftsbanken, die u. U. bei Verwendung der gleichen Modulkonfiguration einmal zum Erfolg und ein anderes Mal zum Misserfolg führen, ist insgesamt ein schwieriges Umfeld, um das sensible Finanzbuchhaltungsthema bei stabilen Rahmenbedingungen praxisgerecht einzurichten. Beide Aspekte werden aber hoffentlich im Laufe der Zeit und mit zunehmender Verbreitung geheilt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.