Seit Anfang letzten Jahres sind Unternehmen im Rahmen des Wachstumschancengesetzes zum Versand und Empfang von E-Rechnungen verpflichtet. Hierzu wurde auch Dynamics 365 Business Central mit entsprechenden Funktionalitäten ausgestattet, welche mit der neuesten Version wieder erweitert wurden. Auch im allgemeinen Finanzbuchungsbereich gab es mit dem aktuellen Release wieder einige Neuerungen.
Die zuletzt veröffentlichte Business Central Version gestaltet die Verarbeitung von E-Belegen erneut flexibler und einfacher. Zudem erleichtern einige neue Features das tägliche Arbeiten in der Finanzbuchhaltung.
Zwei-Schritt-Verarbeitung von elektronischen Verkaufsbelegen
Gebuchte Verkaufsrechnungen lassen sich nun vor ihrem Versand als elektronische Belege überprüfen. Auf diese Weise können Fehler reduziert und Stornierungen vermieden werden. Die Überprüfung von elektronischen Belegen schafft somit eine bessere Übersicht, sorgt für mehr Kontrolle und unterstützt flexible Arbeitsabläufe über verschiedene Anforderungen hinweg.
Business Central bietet jetzt einen zweistufigen Prozess für die Verarbeitung von elektronischen Verkaufsbelegen. Rechnungen können so zuerst gebucht und dann als elektronische Belege versendet werden, nachdem ihre Korrektheit überprüft wurde.
Um einen zweistufigen Prozess zu starten, muss der Workflow für elektronische Belege im Verkaufsprozess aktualisiert werden, indem die Antwort-Aktion von „E-Beleg mit Einrichtung senden“ in „E-Beleg mit Einrichtung initiieren“ geändert wird. Nachdem die Verkaufsrechnung gebucht wurde, generiert Business Central schließlich den E-Beleg, sendet ihn aber nicht automatisch ab. Somit bleibt Zeit, das Dokument zu überprüfen und zu bestätigen, dass es bereit zum Senden ist.
Der zweistufige Prozess kann falsche Rechnungen verhindern, Belegstornierungen verringern und die Einhaltung von E-Fakturierungsnetzwerkstandards verbessern. Dieses Update unterstützt eine bessere Governance, erhöht das Benutzervertrauen und verbessert die Anpassungsfähigkeit in E-Beleg-Workflows.
Erstellung mehrerer Anlagenkarten
Auch im allgemeinen Finanzbuchhaltungsbereich wurden Business Central jüngst einige Neuerungen hinzugefügt. So vereinfacht nun beispielsweise die automatische Erstellung mehrerer Anlagenkarten beim Buchen einer Einkaufsrechnung die Prozesse der Anlagenverwaltung. Der manuelle Aufwand lässt sich auf diese Weise reduzieren, die Genauigkeit erhöhen und die Effizienz im Betrieb optimieren. Mit der Funktion können Unternehmen zum Beispiel problemlos Großeinkäufe abwickeln und dabei sicherstellen, dass jede Anlage ohne manuelle Eingabe erfasst und nachverfolgt wird.
Durch das Feature werden bei der Buchung von Einkaufsrechnungen automatisch eine oder mehrere Anlagen erstellt. Erwirbt ein Unternehmen beispielsweise 200 Computer vom gleichen Anbieter, generiert Business Central automatisch eine feste Ressource für jeden Computer. Die Karten müssen nicht manuell erstellt werden. Dieses Feature optimiert die Verwaltungsprozesse der Ressourcen, indem Sie massenweise Ressourcenkäufe präzise und effizient verarbeiten können.
Neues Rollencenter „Kreditorenkonten“
Das neue Rollencenter „Kreditorenkonten“ vereinfacht die Arbeitsabläufe für die Kreditorenbuchhaltung, indem es alle zugehörigen Belege und Aufgaben an einem Ort zentralisiert. Das Rollencenter erleichtert die Verwaltung von Einkaufsdokumenten, eingehenden E-Dokumenten (sowohl E-Rechnungen als auch PDFs) und Zahlungsprozessen. Durch die Konsolidierung dieser Aufgaben wird der Zeitaufwand für administrative Arbeit reduziert, Fehler werden minimiert und die Produktivität wird verbessert.
