In Dynamics 365 Business Central halten mit neuen Features erste Datenstrukturen und Funktionalitäten Einzug, um neben der Verarbeitung von ESG-Daten nun auch die Anforderungen des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der EU und der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) zu erfüllen.
Durch die Integration von CBAM- und EPR-Funktionen unterstützt Dynamics 365 Business Central Unternehmen nun noch besser dabei, sich flexibel an neue Umweltauflagen anzupassen. Hierzu wird sichergestellt, dass importierte Waren den EU-Standards für die CO2-Bepreisung entsprechen. Zudem wird die Verantwortung für Produktabfälle auf die Hersteller übertragen. Dies reduziert Umweltbelastungen und Compliance-Risiken, unterstützt die Klimaziele der EU und steigert die Wettbewerbsfähigkeit durch Rechtsangleichung und Kosteneffizienz.
CO2-Fußabdruck verfolgen mit CBAM
Mit Unterstützung des CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ermöglicht Business Central die lückenlose Verfolgung und Verwaltung des CO2-Fußabdrucks von Warenimporten. Das System berechnet automatisch Emissionskosten auf Grundlage der Produktherkunft und der EU-Regularien zur CO2-Bepreisung.
Business Central überwacht dabei kontinuierlich Emissionswerte und Compliance-Status, wodurch sichergestellt wird, dass alle Einkäufe die erforderlichen CO2-Anpassungen abdecken. So lassen sich regulatorische Risiken verringern und die Nachhaltigkeitskosten pro Produkt und Lieferant transparent nachvollziehen.
Erweiterte Herstellerverantwortung
Darüber hinaus lässt sich ab sofort die Funktion der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) nutzen, um Produktmaterialien zu verfolgen und die korrekten Umweltabgaben auf den Verkauf anzuwenden. Bei der EPR handelt es sich um bestehende Pflichten von Herstellern und Händlern, Verantwortung für ihre Produkte über den Verkauf hinaus bis zur umweltgerechten Entsorgung oder Wiederverwertung zu übernehmen
Business Central kalkuliert hierzu Gebühren wie Sammlung und Recycling auf der Grundlage der Materialzusammensetzung und des Gewichts. Erweiterte Produktverantwortungen bestehen insbesondere für Waren bzw. Güter wie Verpackungen, Elektro- und Elektronikgeräte, Batterien & Akkus, Fahrzeuge & Altfahrzeuge, Textilien, Möbel & Matratzen, Reifen, Farben, Öle und Chemikalien.
Durch die Einrichtung der neuen Funktion stehen zusätzliche EPR-Felder (z.B. zur Materialzusammensetzung) auf der Artikelkarte und Verkaufsbelegen zur Verfügung. Diese Werkzeuge erleichtern die Einhaltung lokaler Vorschriften, optimieren die Kostenkalkulation und fördern nachhaltige Produktentwicklung und Berichterstattung.
Die neuen Funktionalitäten ermöglichen eine grundlegende Nutzung in den Prozessen, sind jedoch noch nicht durchgängig bis auf die Belegebene integriert. Business Central fokussiert sich im ersten Schritt darauf, die relevanten Sachverhalte strukturiert in der Datenbasis darzustellen.
