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Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Weihnachten 2016Wieder einmal geht ein aufregendes und ereignisreiches Jahr zu Ende. Auch die prisma informatik GmbH verabschiedet sich deshalb in die Weihnachtspause. Wir wünschen allen Lesern unseres ERP-Blogs erholsame Feiertage und einen guten Start in ein gesundes neues Jahr.

Weihnachten und Neujahr nähern sich in großen Schritten. Für das Team der prisma informatik GmbH erneut ein Anlass, unseren treuen Lesern, Kunden und Geschäftspartnern herzlich für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen in den vergangenen Monaten zu danken. Auch dieses Jahr war für uns wieder gesäumt von spannenden Projekten, in denen viele Erfahrungen gesammelt werden konnten und wir gemeinsam viel erreicht haben.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr voller Herausforderungen und hoffen, Ihnen auch dann wieder mit interessanten Informationen und hilfreichen Tipps auf unserem ERP-Blog zur Seite stehen zu können. Das gesamte Team der prisma informatik GmbH wünscht Ihnen bis dahin ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2016. Im Januar sind wir nach einer kurzen Pause auch auf unserem Blog wieder mit neuen Themen zurück.

Wie es bei uns mittlerweile zur Tradition geworden ist, verzichten wir auch in diesem Jahr wieder auf die üblichen Weihnachtsgeschenke und spenden den dafür vorgesehenen Betrag an soziale Projekte im Nürnberger Raum.

Ihr Team der prisma informatik GmbH

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Web Client und Universal App Client

Microsoft Dynamics NAVSeit vergangenem Oktober befindet sich die neue Version von Microsofts ERP-Software Dynamics NAV 2016 auf dem Markt. Die zunehmende Orientierung in mobile Anwendungsszenarien zeigt sich auch in den unternommenen Anstrengungen, den Web Client weiter auszubauen. War das Einsatzgebiet in der Vergangenheit aufgrund diverser Restriktionen beschränkt, entwickelt sich der Web Client unter Microsoft Dynamics NAV 2016 zu einer vollwertigen Alternative für vielfältige NAV-Anwendungsszenarien. Zudem wurde die Software auch für die Benutzung auf mobilen Endgeräten optimiert und kann nun mittels des neuen Universal App Clients sogar auf dem Smartphone verwendet werden.

Rund 60 kleine, aber wirkungsvolle Verbesserungen wurden insgesamt bezüglich des Web Clients in Dynamics NAV 2016 vorgenommen. Die meisten neuen Funktionalitäten waren bis dato nur innerhalb des Windows Clients verfügbar. Sie dienen vor allem besserer Produktivität, einer einfacheren Bedienung und gesteigerter Performance bei der Verwendung des ERP-Systems. Die Neuerungen betreffen unter anderem die Bereiche Dateneingabe, Listen, Rollencenter sowie diverse Grundeinstellungen.

NAV 2016 Web Client Verbeserungen

So lässt sich die Software zum Beispiel durch das Fixieren von Spalten in Tabellen, das Ein- und Ausklappen von Tabs und den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Mandanten nun auch im Web Client wesentlich bequemer bedienen. Auch Suchvorgänge gestalten sich hier in Dynamics NAV 2016 einfacher, da spaltenübergreifend gesucht werden kann und passende Suchergebnisse bereits während der Eingabe in das Feld angezeigt werden. Darüber hinaus ist es dem Nutzer mit der neuen Version auch im Web Client möglich, Einstellungen wie Sprache, Unternehmen, Region oder Zeitzone eigenständig vorzunehmen. Diese und viele weitere Verbesserungen erleichtern das Arbeiten mit dem ERP-System im Web Client.

Der neue Universal App Client
Einige der neuen Funktionalitäten finden sich auch im seit Version Dynamics NAV 2016 verfügbaren Universal App Client. Dieser ist neben dem Web-Client noch stärker optimiert für die Benutzung der Anwendung auf mobilen Endgeräten wie Apple iPhone, iPad oder Microsoft Surface. Hier stehen die effiziente Gestensteuerung und die verbesserte Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen im Vordergrund. Die Optimierung wurde dabei so weit vorangetrieben, dass sogar eine bequeme Nutzung auf Smartphones aller gängigen Betriebssysteme (iOs, Android, Windows) möglich ist.

NAV 2016 Universal App Client

NAV 2016 Universal App Client

NAV 2016 Universal App Client

 

Qlik erneut auf Spitzenposition im BARC BI Survey 2015

Qlik Spitzenreiter BARC BI SurveyZum wiederholten Mal konnte sich Qlik im diesjährigen BI Survey von BARC im Bereich Visual-Analytics-Software den ersten Platz sichern. Die führende Business Intelligence Lösung überzeugte vor allem in Sachen Kunden- und Produktzufriedenheit sowie Leistungsfähigkeit und potenzielle Kaufabsicht.

Auch in diesem Jahr hat das Business Application Research Center (BARC) wieder seine alljährliche BI-Umfrage durchgeführt und die international führenden Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen ermittelt. In der 15. Auflage der Studie nahmen über 3200 Befragte teil und gaben ihr Urteil zu verschiedenen Aspekten ihrer BI-Anwendung ab. Im Fokus standen unter anderem Punkte wie Geschäftsnutzen, Kosten, Wettbewerbsfähigkeit, Perfomance, Kundenzufriedenheit und Agilität.

Qlik nimmt bereits zum siebten Mal an der Umfrage teil und wurde nun erneut von seinen Nutzern als bevorzugte Lösung genannt, wenn es um vielfältige Applikationen mit Schwerpunkt auf Data Discovery, Dashboards, Enterprise-Reports und Datenanalyse geht. Auch in den Bereichen Innovation, Location Intelligence und Mobile BI ging Qlik als sogenannter “Leader“ hervor.

Die neue BARC BI Umfrage zeigt zudem auf, dass die Nachfrage nach innovativer BI-Software in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Die tatsächliche Nutzung der Lösungen schreitet jedoch aktuell noch verhältnismäßig langsam voran. Gerade einmal elf Prozent aller Mitarbeiter in den befragten Unternehmen setzen bereits selbst BI-Tools ein.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Die neue Funktion „Abgrenzungsbuchung“

Microsoft Dynamics NAVBeim Jahresabschluss sind aktive und passive Rechnungsabgrenzungsbuchungen durchzuführen, um den periodengerechten Erfolg zu ermitteln. Unabhängig vom Zeitpunkt der Rechnungs- und Zahlungsbuchung werden Aufwände und Erträge somit der Periode zugerechnet, in der sie wirtschaftlich relevant sind. Die seit Version 2016 verfügbare Funktion „Abgrenzungsbuchung“ vereinfacht diesen Prozess in Microsoft Dynamics NAV.

Für eine sinnvolle Unternehmenssteuerung ist die jährliche Feststellung des Unternehmenserfolges durch eine Gewinn- und Verlustrechnung eindeutig zu wenig. Eine monatlich exakte Bestimmung der Unternehmenskennzahlen ist mittlerweile auch für kleinere Unternehmen unerlässlich, um stets eine umfassende Grundlage für schnelle Entscheidungen parat zu haben. Eine periodengenaue Abgrenzung ist deswegen in vielen Unternehmen alltägliche Praxis.

Bis dato sind hierfür allerdings umfangreiche und arbeitsintensive Umbuchungsprozesse im Nachhinein zu initiieren.
Mit der neuen Funktion „Abgrenzungsbuchung“ in Microsoft Dynamics NAV 2016 können diese Buchungen vorlagengesteuert automatisch im Zuge der Ursprungsbuchung generiert werden.

Abgrenzungsbuchung Dynamics NAV 2016
Quelle: prisma informatik

In den Vorlagen kann unter anderem die Berechnungsmethode, das Startdatum für die Abgrenzungsbuchung und die Anzahl der Monate gesteuert werden – eine flexible Datumsformel wird in der Version NAV 2016 nicht angeboten, obwohl der Feldname darauf hindeutet. In der Praxis sollte aber ein monatlicher Zyklus ausreichen.

Die Vorlagen können in der Sachbuchhaltung (Sachkonto, FiBu Buch.-Blatt) verwendet werden, sie können aber auch Artikeln oder Ressourcen zugeordnet werden. Damit ist es möglich, auch dann Buchungen automatisch abzugrenzen, wenn diese über die Warenwirtschaftsmodule (Einkauf, Verkauf) generiert werden.
Mit der Entstehungsbuchung wird nur der entsprechende Monatsanteil auf das Aufwands- oder Ertragskonto gebucht. Mit dem Buchungsdatum der Entstehungsbuchung wird dann der entsprechende Rest auf das Abgrenzungskonto gebucht. Gleich mit dieser werden aber auch Buchungen zu Buchungsdaten in der Zukunft generiert, die das Konto gegen das jeweilige Aufwands- oder Ertragskonto wieder auflösen.

Vor der Buchung kann in einer neuen Page der Abgrenzungsvorschlag eingesehen werden und gegebenenfalls durch den Sachbearbeiter geändert werden. Für die Finanzbuchhaltung wird zusätzlich ein neuer Report mit ausgeliefert, um die Abgrenzungen auszuwerten.
Klassische Einsatzgebiete für diese Funktion sind im Voraus zu zahlende bzw. erhaltene Versicherungsbeiträge, Provisionen, Kraftfahrzeugsteuern, Mieten und Zinsen – insbesondere hier werden gegebenenfalls die Kosten der Geldbeschaffung für einen Kredit über dessen Laufzeit abgegrenzt.

Darüber hinaus kann diese Funktion auch immer dann verwendet werden, wenn ein Unternehmen seinen Kunden Service- oder Vertragsleistungen im Voraus berechnet hat und die Erlöse jeweils über die Vertragslaufzeit verteilt dargestellt werden sollen. Andersherum kann die Funktion auch verwendet werden, wenn einem Unternehmen diese Kosten durch ein anderes Unternehmen in Rechnung gestellt werden.

Microsoft Dynamics NAV bald in Microsofts eigener Cloud mit deutscher Datentreuhand

Microsoft Dynamics NAV CloudZahlreiche Unternehmen betreiben mittlerweile ihre ERP-Software über eine Cloud oder nutzen zumindest Cloud-Dienste unmittelbar zur Unterstützung von ERP-Funktionen. Auch Anwender der ERP-Lösung Microsoft Dynamics NAV greifen hierbei bereits auf Microsofts Cloud-Dienste zurück. Die Durchdringung der Technik ist in ausländischen Märkten jedoch viel dynamischer als in Deutschland. Der komplette Betrieb des Finanzbuchhaltungssystems bzw. der zentralen Warenwirtschaft in einem Cloud-Betriebsmodell war bei vielen Entscheidern hierzulande bis dato höchst umstritten. Technische Überlegungen waren dabei allerdings nicht immer erstrangig. Microsoft reagiert im kommenden Jahr mit einer interessanten Neuerung, um Diskussionen im Bereich des Datenschutzes und der Compliance zu begegnen.

Viele namenhaften ERP-Anbieter haben heute eine cloudbasierte Lösung im Portfolio, da diese vor allem in Sachen Implementierung und Betrieb weniger Zeit- und Kostenaufwand verspricht. „Newcomer“ auf dem ERP-Markt bieten ihre Software oft nur noch in dieser Variante an. Der Anwender kann so auf IT-Dienste zugreifen, ohne diese über ein internes Rechenzentrum betreiben zu müssen. Auch Microsoft hat mit der ERP-Lösung Dynamics NAV dieses Betriebsmodell zunehmend ausgebaut und mit der kürzlich veröffentlichten Version 2016 sowohl die Integration mit den Datenbank-Diensten SQL Azure bereitgestellt, als auch mit den Managed-Services den NAV-Partnern eine Plattform an die Hand gegeben, um die NAV-Cloud-Datenbanken effektiv zu administrieren.

Die technischen Parameter wurden in den vergangenen Jahren von Version zu Version verbessert. Eine große Hürde bilden aber auch handels- und datenschutzrechtliche Bedenken bezüglich des Informationsschutzes beim Cloudcomputing, die von vielen Unternehmen in allen Betriebsgrößen geteilt werden – vor allem, wenn es um so sensible Daten geht, wie sie beispielsweise in der Finanzbuchhaltung vorkommen. Die Argumentation gegen ein Cloudcomputing in diesem Bereich richtete sich vor allem auch darauf, dass die Daten nicht in Deutschland verwaltet werden und demnach auch nicht dem inländischen Rechtsrahmen unterworfen werden können.

Microsoft reagiert im kommenden Jahr auf diese Diskussion von Interessenten mit einem lange erwarteten Schritt:  Das Unternehmen wird seine Cloud-Dienste in Deutschland ab dem nächsten Jahr über zwei lokale Rechenzentren anbieten.
Nutzer können demnach die jeweiligen Services nach Wunsch entweder weiterhin über die alten Strukturen (Rechenzentren in Nord-/West-Europa) oder aber aus den neuen deutschen Rechenzentren in Frankfurt am Main und/oder Magdeburg beziehen. Bereits bestehende Kunden können ebenfalls ihr bisher genutztes Betriebsmodell (Public bzw. Private Cloud oder Hybrid-Modell) beibehalten oder ihre Daten in die neue „deutsche Cloud“ migrieren. Ausschlaggebend wird hierbei sein, dass die Daten durch den deutschen Datentreuhänder „T-Systems“, eine Tochter der „Deutsche Telekom AG“, kontrolliert werden. Nur dieser Treuhänder hat neben dem Kunden selbst Zugriff auf dessen Daten. Da der Datenabgleich zwischen den beiden Rechenzentren über ein vom Internet unabhängiges Netzwerk geschieht, wird gewährleistet, dass die Daten Deutschland zu keiner Zeit verlassen und somit der deutschen Rechtsprechung unterliegen. Microsoft bedient damit die besonders auf dem deutschen Markt starke Nachfrage nach sehr hoher Informationssicherheit und Vertrauenswürdigkeit des Anbieters. Microsoft Dynamics NAV bald in Microsofts eigener Cloud mit deutscher Datentreuhand weiterlesen

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Buchungsvorschau

Microsoft Dynamics NAVIn Dynamics NAV werden seit jeher mit der Buchung eine große Anzahl von Posten im System geschrieben, die den Geschäftsfall dokumentieren. Mit den Posten findet die Fortschreibung der Geschäftsprozesse auf elementarer Ebene statt. Durch die lückenlose Journalisierung aller Transaktionen wird das Hauptbuch in der Finanzbuchhaltung gebildet und verschiedene Nebenbücher für Debitoren, Kreditoren, Lager und diverse andere mehr. Mit der Einführung von Microsoft Dynamics NAV 2016 wurde dieser Prozess verbessert.

Die Ergebnisse in Form der Posten konnten bis dato immer nur nach der Buchung genau eingesehen werden. Für die Analyse vor der Buchung gibt es bis heute in vielen Bereichen zwar eine Art Testbericht, in dem die grundlegende Struktur und ggf. vorhandene Fehler dargestellt werden, aber eine kontengenaue Vorwegnahme des Buchungsergebnisses ist nicht möglich.

Mit der Version Dynamics NAV 2016 wurde hier eine grundlegende Neuerung eingeführt: Ohne dass die Buchung bereits in den Posten festgeschrieben ist, kann eine neue Page aufgerufen werden, die von der Struktur der Navigate-Page entspricht. Mit dem Funktionsaufruf „Zugehörige Posten anzeigen“ kann der Anwender dann in die jeweilige Postenart einsteigen, um dort das Buchungsergebnis vorab zu begutachten.

Diese Funktion wird als „Buchungsvorschau“ bezeichnet.

Buchungsvorschau Dynamics NAV 2016
Quelle: prisma informatik

Die eigentliche Navigate-Page ist natürlich weiterhin verfügbar für die gebündelte Anzeige von „gebuchten Posten“ (Historie) eines Geschäftsfalls.

Diese Funktion kann im Rahmen der Standardanwendung in folgenden Bereichen aufgerufen werden:

Dynamics NAV 2016 Buchungen
Quelle: prisma informatik

Die Funktion ist gerade bei der Systemeinrichtung sehr wertvoll. Konfigurationen können schnell geprüft werden. Auch wenn in einem laufenden System Buchungsparameter geändert werden (z. B. Konten in der Buchungsmatrix), können die Auswirkungen getestet werden, ohne Gefahr zu laufen, eine Fehlbuchung durchzuführen. Durch die vollständige Transparenz der Ergebnisse im Vorgriff steigt das Vertrauen der Anwender in ihre Tätigkeit, gerade wenn Mitarbeiter bestimmte Prozesse zum ersten Mal durchführen.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Erweiterungen in der Finanzbuchhaltung

Microsoft Dynamics NAVDer konsequente Releasezyklus von Microsofts Dynamics NAV-Reihe lässt es zur Tradition werden: Wieder einmal möchten wir Ihnen in einigen Beiträgen die erweiterten Funktionalitäten der neuesten Dynamics NAV Version 2016 näherbringen. Insbesondere im Finanzbereich finden sich auch diesmal wieder zahlreiche Neuerungen, da in einem integrierten System ohnehin sehr viele Prozesse letztendlich in der Finanzbuchhaltung zusammenfließen. Dieser Artikel fokussiert sich auf einige Themen, die seitens Microsoft selbst unter dem Begriff „Finance Enhancements“ geführt werden.

Auch verschiedene technische Erweiterungen haben primär und direkt mit den Abläufen in der Finanzbuchhaltung zu tun, weitere Funktionalitäten, wie z. B. die Workflow-Funktion, haben zumindest mittelbaren Einfluss auf die Finanzbuchhaltung. Diese Themen sollen dann jedoch Gegenstand gesonderter Beiträge sein.

Was beschäftigte uns 2015?
Wenn wir auf die Version Dynamics NAV 2015 zurückschauen, haben wir uns im Bereich der Finanzbuchhaltung im Wesentlichen mit Neuerungen im Zahlungsverkehr beschäftigt. Der Import und die Verarbeitung von Kontoauszügen wurden hier seitens Microsoft als „Service“ zur Verfügung gestellt. Das heißt, man konnte auf die Expertise eines zentralen Dienstes zugreifen, um die Datenverarbeitung im eigenen Unternehmen durchzuführen.

Außerdem wurde das Drucken von Belegen nun erstmals auch über Word-Vorlagen ermöglicht. Auch Fachabteilungen sollen so in der Lage sein, selbstständig und einfach Reports zu designen. Standardformate wurden dabei vor allem für Verkaufsbelege mitgeliefert. Versierten Anwendern war es aber möglich, für prinzipiell jeden RDLC-Report ein entsprechendes Word-Layout anzulegen.

Weiterentwicklungen in 2016
Die beiden oben genannten Themen wurden auch in der neuen Version wieder aufgegriffen und nochmals verbessert.
So wird beispielsweise das interne Zahlungsverkehrsmodul weiter ausgebaut. Hier wurde nun eine klassische Zahlungsvorschlagsliste hinzugefügt, die u.a. im Vorfeld der Zahlungen zur Analyse fehlender Stammdaten und ähnlichem verwendet werden kann. An den Komfort und an die Funktionsvielfalt, die Kunden im deutschen Markt durch die Add-On-Module von OPplus oder akquinet im Bereich Zahlungsverkehr gewohnt sind, kommt das Standardmodul allerdings noch immer nicht heran. Hier darf man auf die Weiterentwicklung und die Positionierung in den kommenden Jahren gespannt sein.

Einen kleinen aber feinen Fortschritt gibt es auch im Zusammenhang mit Drucklayouts für bestimmte Reports. Auf Ebene der Debitoren und Kreditoren kann nun gesteuert werden, welches Drucklayout verwendet und an welche Empfänger es gegebenenfalls per E-Mail gesendet werden soll. Außerdem gibt es nun eine Standardvorlage für den Kontoauszugsbericht.

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Microsoft Dynamics NAV und AX im Vergleich

Offizielle Zahlen belegen, dass Microsoft Dynamics NAV auch in diesem Jahr wieder das erfolgreichste Produkt innerhalb der Dynamics Business Solutions ist. Doch was macht das ERP-System so beliebt gegenüber anderen Lösungen wie beispielsweise Dynamics AX?Vergleich Microsoft Dynamics NAV und AX

Im vergangenen Jahr konnte Microsoft Dynamics NAV erneut einen rapiden Verkaufsanstieg verbuchen und kommt so mittlerweile auf insgesamt rund 110.000 Installationen weltweit. Das zeigt einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen Produkten aus der Microsoft Dynamics-Reihe. Mit der ERP-Lösung Dynamics AX arbeiten beispielsweise aktuell etwa 20.000 Unternehmen. Doch warum erfreut sich Microsoft Dynamics NAV solch großer Beliebtheit? Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Zunächst muss natürlich vorangestellt werden, dass AX für eine andere Unternehmensstruktur konzipiert ist, sodass auch eine grundsätzlich andere Kundenschicht angesprochen ist. Der Fokus von AX liegt vornehmlich auf Konzernunternehmen mit internationaler Ausrichtung, die meist im produzierenden Sektor tätig sind. Der Markt für dieses Produkt ist also auch per Definition deutlich kleiner und in einem anderen Segment angesiedelt, in welchem beispielsweise auch das Wettbewerbsprodukt SAP beheimatet ist.

Die weit verbreitete Meinung, dass die Entscheidung für NAV oder AX lediglich von der Größe des jeweiligen Unternehmens und der Anzahl der Nutzer abhängen gemacht werden muss, scheint mittlerweile nur noch bedingt gültig zu sein. So spielen immer mehr auch die Branchenausrichtung sowie die Menge an Daten, die mit der Software verarbeitet werden sollen, sowie deren Komplexität eine wichtige Rolle. Kommt es in einem Unternehmen also zu sehr komplexen Prozessen, beispielsweise im Bereich Produktion und Fertigung, kann  die Anschaffung von Dynamics AX in Erwägung gezogen werden, welches in der Standardversion ein breiteres Funktionsspektrum vorweisen kann. Hat dagegen die schnelle und einfache Verarbeitung der Daten Priorität, wie es zum Beispiel im Handel der Fall ist, bietet Dynamics NAV vielerlei Vorteile gegenüber anderen Lösungen auf dem ERP-Sektor. So können aufgrund der intuitiv bedienbaren und an das Design von Office angelehnten Benutzeroberfläche Daten weitaus effizienter und mit weniger Zeitaufwand aufbereitet und verwertet werden.

Darüber hinaus kann Dynamics NAV durch seine Skalierbarkeit und Flexibilität jederzeit um benötigte Funktionalitäten erweitert werden. Ebenso werden in NAV Wachstums- und Entwicklungsprozesse eines Unternehmens in bestimmten Maßen unterstützt. So können beispielsweise mehrere Mandanten betrieben werden, der Betrieb der Software ist in unterschiedlichen Sprachen möglich und auch die kapazitativen Eigenschaften steigen mit der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Serverinfrastruktur. Es kommt somit neben der Anwenderzahl und der Datenmenge in einem Unternehmen immer auch auf die Art der Geschäftsprozesse an, die mit der jeweiligen Lösung bewältigt werden sollen. Während Dynamics AX dabei bereits im Standard für bestimmte Bereiche funktionsreicher ist, kann Dynamics NAV genau auf die Bedürfnisse des Anwenders abgestimmt werden. Zudem bietet Dynamics NAV im Gegensatz zu AX bereits heute einen voll funktionsfähigen Web und Tablet Client sowie die Integration in Office 365, die allesamt sowohl auf die klassischen Betriebsmodelle, als auch auf verschiedene Cloud-Angebote ausgerichtet sind.

Performance, Kosten und Partnerlandschaft
Bezüglich seiner Implementierungs- und Betriebskosten ist Dynamics NAV insgesamt mittelstandstauglicher. So benötigt Dynamics AX beispielsweise eine aufwendigere Hardware-Infrastruktur, um stets eine optimale Performance bieten zu können.

Ein weiterer Vorteil von Dynamics NAV gegenüber AX ist zudem die historisch gewachsene und breiter angelegte Partnerlandschaft des Produkts, die Nutzern ein großes Angebot an verschiedensten Add-ons bietet. Von diesen, meist branchenspezifischen Erweiterungen und Zusatzmodulen profitieren vor allem Unternehmen, die einen bestimmten Marktsektor bedienen und hierfür besondere Funktionalitäten benötigen, welche die Lösung in ihrer Basisversion nicht beinhaltet.

Während Microsoft Dynamics AX also vor allem mit seinen vielfältigen Funktionalitäten in bestimmten Bereichen und seiner Auslegung auf die Verarbeitung großer Datenmengen punkten kann, überzeugt Dynamics NAV insbesondere durch seine intuitive und einfache Benutzung, seine Flexibilität und Skalierbarkeit, sein effizientes Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie seine zeitgemäße Cloud-Ausrichtung.