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Neuer Trend: Business Apps auf dem Vormarsch

LOB Business AppsNoch vor wenigen Jahren galt der weltweite App-Markt vor allem als Domäne für Spiele- und Unterhaltungs-Anwendungen oder allenfalls für Applikationen, die privaten Nutzern den Alltag erleichtern. Doch der Geschäftsbereich hat längst aufgeholt. Immer mehr Unternehmen aus den verschiedensten Branchen setzen sogenannte LOB-Apps (Line of Business Apps) mittlerweile auch für eine effizientere und optimierte Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse ein.

Vor allem die Flexibilität und Mobilität der Mitarbeiter eines Unternehmens lässt sich durch den Einsatz der speziellen Business-to-Business-Apps sichtlich steigern. So können beispielsweise Angestellte im Außendienst mittels der Geschäftsanwendungen auch außerhalb des Büros, z.B. beim Kunden vor Ort oder im Lager, auf relevante Daten zugreifen und verschiedenste Geschäftsprozesse abwickeln. Auch der Kunde kann dabei von mobilen Anwendungen profitieren, indem ihm beispielsweise ermöglicht wird, Bestellungen bei seinem Lieferanten schnell und einfach per App über ein benutzerfreundliches E-Commerce-Portal aufzugeben.

So bietet unter anderem Microsoft für seine ERP-Lösung Dynamics NAV seit der aktuellsten Version Dynamics NAV 2016 ebenfalls eine universelle App an, die vollumfänglichen Zugriff auf die Software ermöglicht. Die Benutzeroberfläche wurde hierbei speziell für die gestengesteuerte Anwendung auf Geräten aller gängiger Betriebssysteme (iOS, Android, Windows) optimiert und passt sich ohne Probleme den verschiedenen Bildschirmgrößen an. Eine Nutzung ist sogar auf dem Smartphone möglich. Der Anwender kann somit auch von unterwegs aus auf alle von ihm benötigten Informationen und Funktionalitäten zugreifen.

Dasselbe Ziel verfolgt auch die App des Business Intelligence Anbieters Qlik. Benutzer können diese auf ihrem mobilen Endgerät installieren und so jederzeit unterwegs anwenden. Mitarbeitern wird es so beispielsweise ermöglicht, einem Kunden direkt während eines Termins in dessen Firma Auswertungen und Visualisierungen zu präsentieren. Die Daten können hierfür ganz bequem über den Touchscreen geladen, berührt, herangezoomt, zusammengestellt und anschließend direkt analysiert werden. Dabei ermöglicht die BI-Lösung ein alle Plattformen übergreifendes Arbeiten. Eine auf dem Smartphone begonnene Analyse kann also problemlos auf dem Tablet fortgeführt werden. Auch die Qlik-App ist mit allen gängigen Betriebssystemen kompatibel.

Die Nutzung mobiler Anwendungen findet somit auch im geschäftlichen und wirtschaftlichen Bereich immer größeren Anklang – Tendenz steigend. Laut Expertenmeinung soll der Anteil der Business-Apps bis zum Jahr 2017 sogar rund die Hälfte des Gesamtumsatzes mit mobilen Applikationen ausmachen.

Technische Weiterentwicklung in Microsoft Dynamics NAV 2016 und E-Everything

Microsoft Dynamics NAVAuf technischer Ebene wurde bereits in vielen Versionen vor NAV 2016 damit begonnen, die Weichen für eine hohe Konnektivität zur Außenwelt zu stellen. Microsoft Dynamics NAV als zentrales ERP-System verfügt über modernste technische Standards, die es ermöglichen, in Echtzeit mit anderen Systemen Daten auszutauschen und für Benutzer unbemerkt Prozesse in Subsysteme auszulagern.

Durch die Schaffung höherer Interoperabilität mit anderen, vor allem spezialisierten Systemen wird es zunehmend unwichtiger, komplexe bzw. wartungsintensive und sich verändernde Funktionalität als Individualprogrammierung in die eigene ERP-Lösung aufzunehmen. Mit der sogenannten Web-Service-Kommunikation verbunden mit dem XML-basierenden Datenaustausch wird es nun möglich, in einer Maschine-zu-Maschine-Kommunikation Prozesse synchron zu gestalten. Dieses Konzept ist mittlerweile in vielen Anwendungsfällen bei einer modernen ERP-Architektur nicht mehr wegzudenken.

Erweiterung der Entwicklungsumgebung

Aus diesem Grund erweitert Microsoft mit jeder Version von Dynamics NAV den „Werkzeugkasten“, d. h. die integrierte Entwicklungsumgebung (IDE), um die Gestaltung der Anwendung und die Prozessablaufsteuerung wirkungsvoll mit den neuesten technologischen Möglichkeiten umzusetzen.

Weil Dynamics NAV zunehmend von Microsoft auch in einem Cloud-Betriebsmodell positioniert wird, ist es von steigender Wichtigkeit, dass die so betriebene Lösung nicht beliebig individualisiert wird, da dies die Bereitstellungsplattformen an ihre Grenzen bringt. So wurden auch in der Version NAV 2016 einige Neuerungen eingeführt, die im Wesentlichen auf die oben genannten Hintergründe abzielen.

Entwickler können nunmehr – wie in anderen Entwicklungsumgebungen – systemweit auch in Dynamics NAV sogenannte „Events“ abfragen, um im Programmcode auf Zustandsänderungen in anderen Programmbereichen zu reagieren. Mithilfe dieser Technik wird es möglich, zusätzliche Funktionalitäten in die einzelnen Prozesse zu integrieren, ohne den Kern-Quellcode der Standardanwendung direkt zu modifizieren. In letzter Konsequenz bedeutet dies für die Anwender und Betreiber der ERP-Lösung, dass in der Wartung und beim Update mittel- und langfristig weniger Kosten verursacht werden.
Ebenso können gekapselte „Apps“ in Dynamics NAV installiert werden, welche das bestehende Objektmodell nicht ändern, sehr wohl aber Einfluss auf das Daten- und Funktionsmodell der Anwendung haben.

Microsoft aktualisiert das System also nicht nur „oberflächlich“ bzw. „inhaltlich“, sondern sorgt dafür, dass „unter der Motorhaube“ die aktuellen Anforderungen erfüllt werden können. Den Entwicklern und Designern werden auch mit der Version 2016 weitere leistungsstarke Werkzeuge an die Hand gegeben, um damit konkrete Anwendungen zu erstellen, die ihnen bei der täglichen Anwendung einen großen Nutzen verschaffen.

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