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Microsoft Dynamics 365 Business Central – Erste Details für das Oktober Release bekannt

Im Oktober rollt Microsoft neue Releases für seine Business Applications aus. Auch Dynamics 365 Business Central wird dann mit einigen Verbesserungen und Neuerungen ausgestattet. Einen Überblick über die wichtigsten neuen Features bieten die kürzlich von Microsoft veröffentlichten Release Notes. Diese bestätigen auch wiederum, dass es sich bei der On-Premise-Version von Business Central um den Nachfolger von Microsoft Dynamics NAV handeln wird.

Mit dem kommenden Oktober-Release wird die Verfügbarkeit von Dynamics 365 Business Central erweitert. So kann die Lösung ab diesem Zeitpunkt sowohl in der Cloud, als auch On-Premise und als Hybrid-Modell betrieben werden. Kunden, die aktuell bereits eine lokale Dynamics NAV Lösung im Einsatz haben, können diese weiterhin nutzen. Folgeversionen der Dynamics NAV Produktreihe wird es unter dem gewohnten Namen jedoch nicht mehr geben. Stattdessen wird die Lösung im Rahmen der neuen Releases zu „Business Central On-Premise“.

Optimierte Produktivität und User Experience

Die neue Version von Business Central wird in Sachen Produktivität und Benutzerfreundlichkeit einige Neuerungen im Web Client mit sich bringen. So machen neben einem neuen modernen Look unter anderem eine verbesserte Tastaturnavigation und hilfreiche Tastenkombinationen das Arbeiten mit dem Programm erheblich schneller und bequemer. Erweiterte Suchfunktionen für Seiten und Berichte sowie neue Filtermöglichkeiten für Listen sorgen ebenfalls für mehr Anwenderfreundlichkeit – unabhängig davon, ob über Web Client oder Universal App Client (Smartphone, Tablet oder Windows 10) auf die Daten zugegriffen wird.

Microsoft Dynamics 365 Business Central
Auch optisch soll die Oktober-Version von Dynamics 365 Business Central einige Neuerungen bieten (Quelle: Microsoft)

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„Project Madeira“: Verbesserungen und neue Features mit dem Juli-Update

Im Juli hat Microsoft ein Update für seine cloudbasierte Lösung „Projekt Madeira“ veröffentlicht. Dieses bietet den Anwendern neben einigen kleineren Verbesserungen auch interessante neue Erweiterungen.

Die Neuerungen betreffen vor allem das Zusammenspiel von „Project Madeira“ mit Outlook, die Verbesserung von Verkaufsdokumenten und die Verknüpfung mit Dynamics CRM.

Neue Features in Microsoft Outlook

So wurde unter anderem der Posteingang in Outlook mit einigen neuen Funktionalitäten ausgestattet. Über einen Termineintrag im Outlook-Kalender gelangt man nun beispielsweise direkt in das „Project Madeira“ Add-in, um einen Überblick über den Kunden zu bekommen, der mit dem jeweiligen Meeting verknüpft ist. Dort kann zum Schluss sogar eine Rechnung zu dem Termin generiert und versendet werden – alles, ohne den Outlook Kalender zu verlassen.

Project Madeira Outlook Neuerungen
Quelle: Microsoft

Weiterhin besteht nun die Möglichkeit, E-Mail-Anhänge (z.B. Rechnungen in PDF-Format) direkt aus dem Outlook Add-in heraus an die Liste der „Eingehenden Dokumente“ in „Project Madeira“ zu senden. Von dort aus können sie an einen OCR-Service weitergeleitet werden, der die enthaltenen Informationen in ein digitales, verwendbares Format umwandelt. Der gesamte Prozess findet nahtlos innerhalb des Outlook Add-ins statt. Dort wird der Anwender im Übrigen auch informiert, sobald ein Softwareupdate verfügbar ist.

Erweiterung von Verkaufs- und Lieferdokumenten

Die Verkaufsdokumente in „Project Madeira“ wurden um einige wichtige Felder erweitert. So können nun Angaben zum Transportdienst und der Trackingnummer gemacht werden, um die Lieferung der Ware besser nachverfolgen zu können.

Project Madeira Erweiterte Lieferdokumente
Quelle: Microsoft

Hinzufügen eigener Artikel-Attribute

Artikel im Inventar können jetzt zudem mit verschiedenen Eigenschaftsmerkmalen versehen werden. Der Anwender kann hierbei ganz eigene Attribut-Typen (z.B. Farbe, Herstellungsland oder Größe) definieren und diese den Artikeln zusätzlich zu den bereits verfügbaren Merkmalen hinzufügen. Das Inventar kann anschließend anhand der verschiedenen Attribute gefiltert werden. Dies erleichtert sowohl für den Nutzer, als auch für den Kunden die Suche nach bestimmten Artikeln.

Verknüpfung mit Microsoft Dynamics CRM

„Project Madeira“ beinhaltet bereits Basisfunktionen zur Kundenpflege. Reichen diese jedoch nicht aus, kann nun – unterstützt durch eine Setup-Anleitung auf der Business Manager Homepage – ganz einfach eine Verbindung zu Microsoft Dynamics CRM hergestellt werden, um dessen umfangreiche Features (z.B. im Bereich Marketing und Kundenservice) nutzen zu können. Daten aus „Project Madeira“ können so nahtlos mit Informationen aus dem CRM gekoppelt werden.

Weitere Neuerungen

Über die Seite „Extension Management“ können darüber hinaus zusätzliche Erweiterungen installiert werden. Diese umfassen die Verifikation und Korrektur aller Adressen in „Project Madeira“ sowie eine vereinfachte Migration von Daten (z.B. Debitoren, Kreditoren und Artikel) aus Opera oder Sage nach „Project Madeira“.

Neuer Trend: Business Apps auf dem Vormarsch

LOB Business AppsNoch vor wenigen Jahren galt der weltweite App-Markt vor allem als Domäne für Spiele- und Unterhaltungs-Anwendungen oder allenfalls für Applikationen, die privaten Nutzern den Alltag erleichtern. Doch der Geschäftsbereich hat längst aufgeholt. Immer mehr Unternehmen aus den verschiedensten Branchen setzen sogenannte LOB-Apps (Line of Business Apps) mittlerweile auch für eine effizientere und optimierte Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse ein.

Vor allem die Flexibilität und Mobilität der Mitarbeiter eines Unternehmens lässt sich durch den Einsatz der speziellen Business-to-Business-Apps sichtlich steigern. So können beispielsweise Angestellte im Außendienst mittels der Geschäftsanwendungen auch außerhalb des Büros, z.B. beim Kunden vor Ort oder im Lager, auf relevante Daten zugreifen und verschiedenste Geschäftsprozesse abwickeln. Auch der Kunde kann dabei von mobilen Anwendungen profitieren, indem ihm beispielsweise ermöglicht wird, Bestellungen bei seinem Lieferanten schnell und einfach per App über ein benutzerfreundliches E-Commerce-Portal aufzugeben.

So bietet unter anderem Microsoft für seine ERP-Lösung Dynamics NAV seit der aktuellsten Version Dynamics NAV 2016 ebenfalls eine universelle App an, die vollumfänglichen Zugriff auf die Software ermöglicht. Die Benutzeroberfläche wurde hierbei speziell für die gestengesteuerte Anwendung auf Geräten aller gängiger Betriebssysteme (iOS, Android, Windows) optimiert und passt sich ohne Probleme den verschiedenen Bildschirmgrößen an. Eine Nutzung ist sogar auf dem Smartphone möglich. Der Anwender kann somit auch von unterwegs aus auf alle von ihm benötigten Informationen und Funktionalitäten zugreifen.

Dasselbe Ziel verfolgt auch die App des Business Intelligence Anbieters Qlik. Benutzer können diese auf ihrem mobilen Endgerät installieren und so jederzeit unterwegs anwenden. Mitarbeitern wird es so beispielsweise ermöglicht, einem Kunden direkt während eines Termins in dessen Firma Auswertungen und Visualisierungen zu präsentieren. Die Daten können hierfür ganz bequem über den Touchscreen geladen, berührt, herangezoomt, zusammengestellt und anschließend direkt analysiert werden. Dabei ermöglicht die BI-Lösung ein alle Plattformen übergreifendes Arbeiten. Eine auf dem Smartphone begonnene Analyse kann also problemlos auf dem Tablet fortgeführt werden. Auch die Qlik-App ist mit allen gängigen Betriebssystemen kompatibel.

Die Nutzung mobiler Anwendungen findet somit auch im geschäftlichen und wirtschaftlichen Bereich immer größeren Anklang – Tendenz steigend. Laut Expertenmeinung soll der Anteil der Business-Apps bis zum Jahr 2017 sogar rund die Hälfte des Gesamtumsatzes mit mobilen Applikationen ausmachen.

Microsoft veröffentlicht Preview zur neuen cloudbasierten Lösung „Project Madeira“

Vor wenigen Tagen gab Microsoft die Veröffentlichung seiner neuen Business Management Lösung mit dem Titel „Project Madeira“ bekannt. Das cloudbasierte Angebot erscheint im Herbst 2016 vorerst auf dem US-Markt und kann bis dahin in einer kostenfreien Preview getestet werden.

Project Madeira Rollencenter
Rollencenter in Microsoft Project Madeira

„Project Madeira“ ist eine auf Microsofts Cloudplattform Azure laufende und mit Office 365 interagierende ERP-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern. Das Produkt dient zur Abwicklung von Geschäftsprozessen und zeichnet sich dabei vor allem durch seine hohe Benutzerfreundlichkeit und seine reduzierten Strukturen aus, welche sich bereits bei der einfachen Konfiguration des Systems zeigen.

„Project Madeira“ basiert auf Microsofts etabliertem ERP-System Dynamics NAV, beschränkt sich jedoch auf dessen wichtigste Basisfunktionalitäten und ist dadurch besonders bequem in der Anwendung. Die Lösung zielt somit vor allem auf Unternehmen ab, welche bereits über ihre anfänglich verwendeten Finanztools hinausgewachsen sind, aber noch nicht in ein kostenintensives angepasstes ERP-System investieren wollen.

Durch den stark vereinfachten und reduzierten Funktionsumfang müssen Anwender von „Project Madeira“ auf viele komplexere Funktionen verzichten. So können zwar ohne Probleme Angebote, Aufträge und Rechnungen erstellt, gebucht, gedruckt und versendet werden, es können dabei allerdings beispielsweise nur Artikel angeboten werden (keine Sachkonten, Ressourcen, Zu-/Abschläge etc.). Trotz ihres einfachen Aufbaus kann die Lösung – wie auch Dynamics NAV – viele Prozesse in der Finanzbuchhaltung, dem Verkauf sowie dem Einkauf abbilden. Bei „Project Madeira“ sind auch Erweiterungen möglich, von denen drei bereits in der Preview-Version enthalten und installierbar sind (PayPal, QuickBooks Import und US Bankimport Envestnet Yoodlee). Partner („Independent Software Vendors“) sollen zudem künftig weitere Extensions entwickeln und dem Kunden bereitstellen können.

Project Madeira Extensions
Installierbare Extensions in Microsoft Project Madeira

Obwohl die Lösung also in vielen Bereichen funktionell eingeschränkt ist, bietet sie Anwendern auch einige Neuerungen, die in der aktuellen Version von Dynamics NAV noch nicht vorhanden sind. So ist „Project Madeira“ zum Beispiel mit einer komplett überarbeiteten Onlinehilfe und integrierten Hinweisen zu Tabellenfeldern und Aktionen als Tooltip ausgestattet, sowie mit einem Rollencenter für das CRM-Modul innerhalb von Dynamics NAV und neuen „schlüsselfertigen“ Berechtigungsgruppen. Ein weiteres Highlight bildet darüber hinaus die Möglichkeit, die Artikel einer Artikelliste mit großen Bildern anzuzeigen.

Project Madeira Artikelliste
Bebilderte Artikelliste in Microsoft Project Madeira

Die beeindruckendste Neuheit ist aber wohl die Integration in Outlook bzw. Outlook Web App (OWA) in Verbindung mit Office 365, die aus dem ERP-System zum Absender kontextabhängige Daten anzeigt. So kann der Anwender direkt Angebote erfassen und hierfür gleich eine entsprechende E-Mail mit PDF-Anhang versenden, ohne Outlook/OWA zu verlassen.

Project Madeira Integration Office 365
Office 365 Integration in Microsoft Project Madeira

Mit „Project Madeira“ zeigt Microsoft, welche Anstrengungen in Sachen der konsequenten NAV-Weiterentwicklung aktuell unternommen werden. Bis Herbst 2016 kann „Project Madeira“ noch in seiner Preview-Version getestet werden, dann erscheint die Lösung offiziell zunächst auf dem US-Markt und anschließend in weiteren Ländern.

Über die Funktionen, die auch Einfluss in das neue Dynamics NAV-Release finden, informieren wir Sie schon bald an dieser Stelle.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Buchungsvorschau

Microsoft Dynamics NAVIn Dynamics NAV werden seit jeher mit der Buchung eine große Anzahl von Posten im System geschrieben, die den Geschäftsfall dokumentieren. Mit den Posten findet die Fortschreibung der Geschäftsprozesse auf elementarer Ebene statt. Durch die lückenlose Journalisierung aller Transaktionen wird das Hauptbuch in der Finanzbuchhaltung gebildet und verschiedene Nebenbücher für Debitoren, Kreditoren, Lager und diverse andere mehr. Mit der Einführung von Microsoft Dynamics NAV 2016 wurde dieser Prozess verbessert.

Die Ergebnisse in Form der Posten konnten bis dato immer nur nach der Buchung genau eingesehen werden. Für die Analyse vor der Buchung gibt es bis heute in vielen Bereichen zwar eine Art Testbericht, in dem die grundlegende Struktur und ggf. vorhandene Fehler dargestellt werden, aber eine kontengenaue Vorwegnahme des Buchungsergebnisses ist nicht möglich.

Mit der Version Dynamics NAV 2016 wurde hier eine grundlegende Neuerung eingeführt: Ohne dass die Buchung bereits in den Posten festgeschrieben ist, kann eine neue Page aufgerufen werden, die von der Struktur der Navigate-Page entspricht. Mit dem Funktionsaufruf „Zugehörige Posten anzeigen“ kann der Anwender dann in die jeweilige Postenart einsteigen, um dort das Buchungsergebnis vorab zu begutachten.

Diese Funktion wird als „Buchungsvorschau“ bezeichnet.

Buchungsvorschau Dynamics NAV 2016
Quelle: prisma informatik

Die eigentliche Navigate-Page ist natürlich weiterhin verfügbar für die gebündelte Anzeige von „gebuchten Posten“ (Historie) eines Geschäftsfalls.

Diese Funktion kann im Rahmen der Standardanwendung in folgenden Bereichen aufgerufen werden:

Dynamics NAV 2016 Buchungen
Quelle: prisma informatik

Die Funktion ist gerade bei der Systemeinrichtung sehr wertvoll. Konfigurationen können schnell geprüft werden. Auch wenn in einem laufenden System Buchungsparameter geändert werden (z. B. Konten in der Buchungsmatrix), können die Auswirkungen getestet werden, ohne Gefahr zu laufen, eine Fehlbuchung durchzuführen. Durch die vollständige Transparenz der Ergebnisse im Vorgriff steigt das Vertrauen der Anwender in ihre Tätigkeit, gerade wenn Mitarbeiter bestimmte Prozesse zum ersten Mal durchführen.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Erweiterungen in der Finanzbuchhaltung

Microsoft Dynamics NAVDer konsequente Releasezyklus von Microsofts Dynamics NAV-Reihe lässt es zur Tradition werden: Wieder einmal möchten wir Ihnen in einigen Beiträgen die erweiterten Funktionalitäten der neuesten Dynamics NAV Version 2016 näherbringen. Insbesondere im Finanzbereich finden sich auch diesmal wieder zahlreiche Neuerungen, da in einem integrierten System ohnehin sehr viele Prozesse letztendlich in der Finanzbuchhaltung zusammenfließen. Dieser Artikel fokussiert sich auf einige Themen, die seitens Microsoft selbst unter dem Begriff „Finance Enhancements“ geführt werden.

Auch verschiedene technische Erweiterungen haben primär und direkt mit den Abläufen in der Finanzbuchhaltung zu tun, weitere Funktionalitäten, wie z. B. die Workflow-Funktion, haben zumindest mittelbaren Einfluss auf die Finanzbuchhaltung. Diese Themen sollen dann jedoch Gegenstand gesonderter Beiträge sein.

Was beschäftigte uns 2015?
Wenn wir auf die Version Dynamics NAV 2015 zurückschauen, haben wir uns im Bereich der Finanzbuchhaltung im Wesentlichen mit Neuerungen im Zahlungsverkehr beschäftigt. Der Import und die Verarbeitung von Kontoauszügen wurden hier seitens Microsoft als „Service“ zur Verfügung gestellt. Das heißt, man konnte auf die Expertise eines zentralen Dienstes zugreifen, um die Datenverarbeitung im eigenen Unternehmen durchzuführen.

Außerdem wurde das Drucken von Belegen nun erstmals auch über Word-Vorlagen ermöglicht. Auch Fachabteilungen sollen so in der Lage sein, selbstständig und einfach Reports zu designen. Standardformate wurden dabei vor allem für Verkaufsbelege mitgeliefert. Versierten Anwendern war es aber möglich, für prinzipiell jeden RDLC-Report ein entsprechendes Word-Layout anzulegen.

Weiterentwicklungen in 2016
Die beiden oben genannten Themen wurden auch in der neuen Version wieder aufgegriffen und nochmals verbessert.
So wird beispielsweise das interne Zahlungsverkehrsmodul weiter ausgebaut. Hier wurde nun eine klassische Zahlungsvorschlagsliste hinzugefügt, die u.a. im Vorfeld der Zahlungen zur Analyse fehlender Stammdaten und ähnlichem verwendet werden kann. An den Komfort und an die Funktionsvielfalt, die Kunden im deutschen Markt durch die Add-On-Module von OPplus oder akquinet im Bereich Zahlungsverkehr gewohnt sind, kommt das Standardmodul allerdings noch immer nicht heran. Hier darf man auf die Weiterentwicklung und die Positionierung in den kommenden Jahren gespannt sein.

Einen kleinen aber feinen Fortschritt gibt es auch im Zusammenhang mit Drucklayouts für bestimmte Reports. Auf Ebene der Debitoren und Kreditoren kann nun gesteuert werden, welches Drucklayout verwendet und an welche Empfänger es gegebenenfalls per E-Mail gesendet werden soll. Außerdem gibt es nun eine Standardvorlage für den Kontoauszugsbericht.

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Microsoft Dynamics NAV und AX im Vergleich

Offizielle Zahlen belegen, dass Microsoft Dynamics NAV auch in diesem Jahr wieder das erfolgreichste Produkt innerhalb der Dynamics Business Solutions ist. Doch was macht das ERP-System so beliebt gegenüber anderen Lösungen wie beispielsweise Dynamics AX?Vergleich Microsoft Dynamics NAV und AX

Im vergangenen Jahr konnte Microsoft Dynamics NAV erneut einen rapiden Verkaufsanstieg verbuchen und kommt so mittlerweile auf insgesamt rund 110.000 Installationen weltweit. Das zeigt einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen Produkten aus der Microsoft Dynamics-Reihe. Mit der ERP-Lösung Dynamics AX arbeiten beispielsweise aktuell etwa 20.000 Unternehmen. Doch warum erfreut sich Microsoft Dynamics NAV solch großer Beliebtheit? Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Zunächst muss natürlich vorangestellt werden, dass AX für eine andere Unternehmensstruktur konzipiert ist, sodass auch eine grundsätzlich andere Kundenschicht angesprochen ist. Der Fokus von AX liegt vornehmlich auf Konzernunternehmen mit internationaler Ausrichtung, die meist im produzierenden Sektor tätig sind. Der Markt für dieses Produkt ist also auch per Definition deutlich kleiner und in einem anderen Segment angesiedelt, in welchem beispielsweise auch das Wettbewerbsprodukt SAP beheimatet ist.

Die weit verbreitete Meinung, dass die Entscheidung für NAV oder AX lediglich von der Größe des jeweiligen Unternehmens und der Anzahl der Nutzer abhängen gemacht werden muss, scheint mittlerweile nur noch bedingt gültig zu sein. So spielen immer mehr auch die Branchenausrichtung sowie die Menge an Daten, die mit der Software verarbeitet werden sollen, sowie deren Komplexität eine wichtige Rolle. Kommt es in einem Unternehmen also zu sehr komplexen Prozessen, beispielsweise im Bereich Produktion und Fertigung, kann  die Anschaffung von Dynamics AX in Erwägung gezogen werden, welches in der Standardversion ein breiteres Funktionsspektrum vorweisen kann. Hat dagegen die schnelle und einfache Verarbeitung der Daten Priorität, wie es zum Beispiel im Handel der Fall ist, bietet Dynamics NAV vielerlei Vorteile gegenüber anderen Lösungen auf dem ERP-Sektor. So können aufgrund der intuitiv bedienbaren und an das Design von Office angelehnten Benutzeroberfläche Daten weitaus effizienter und mit weniger Zeitaufwand aufbereitet und verwertet werden.

Darüber hinaus kann Dynamics NAV durch seine Skalierbarkeit und Flexibilität jederzeit um benötigte Funktionalitäten erweitert werden. Ebenso werden in NAV Wachstums- und Entwicklungsprozesse eines Unternehmens in bestimmten Maßen unterstützt. So können beispielsweise mehrere Mandanten betrieben werden, der Betrieb der Software ist in unterschiedlichen Sprachen möglich und auch die kapazitativen Eigenschaften steigen mit der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Serverinfrastruktur. Es kommt somit neben der Anwenderzahl und der Datenmenge in einem Unternehmen immer auch auf die Art der Geschäftsprozesse an, die mit der jeweiligen Lösung bewältigt werden sollen. Während Dynamics AX dabei bereits im Standard für bestimmte Bereiche funktionsreicher ist, kann Dynamics NAV genau auf die Bedürfnisse des Anwenders abgestimmt werden. Zudem bietet Dynamics NAV im Gegensatz zu AX bereits heute einen voll funktionsfähigen Web und Tablet Client sowie die Integration in Office 365, die allesamt sowohl auf die klassischen Betriebsmodelle, als auch auf verschiedene Cloud-Angebote ausgerichtet sind.

Performance, Kosten und Partnerlandschaft
Bezüglich seiner Implementierungs- und Betriebskosten ist Dynamics NAV insgesamt mittelstandstauglicher. So benötigt Dynamics AX beispielsweise eine aufwendigere Hardware-Infrastruktur, um stets eine optimale Performance bieten zu können.

Ein weiterer Vorteil von Dynamics NAV gegenüber AX ist zudem die historisch gewachsene und breiter angelegte Partnerlandschaft des Produkts, die Nutzern ein großes Angebot an verschiedensten Add-ons bietet. Von diesen, meist branchenspezifischen Erweiterungen und Zusatzmodulen profitieren vor allem Unternehmen, die einen bestimmten Marktsektor bedienen und hierfür besondere Funktionalitäten benötigen, welche die Lösung in ihrer Basisversion nicht beinhaltet.

Während Microsoft Dynamics AX also vor allem mit seinen vielfältigen Funktionalitäten in bestimmten Bereichen und seiner Auslegung auf die Verarbeitung großer Datenmengen punkten kann, überzeugt Dynamics NAV insbesondere durch seine intuitive und einfache Benutzung, seine Flexibilität und Skalierbarkeit, sein effizientes Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie seine zeitgemäße Cloud-Ausrichtung.

Microsoft Dynamics NAV 2016 offiziell verfügbar

Das Warten hat ein Ende: Auf der Directions EMEA 2015 in Mannheim hat Microsoft die offizielle Verfügbarkeit seines neues Releases Dynamics NAV 2016 verkündet. Die ERP-Software bietet ihren Anwendern zahlreiche wichtige Neuerungen bezüglich Mobilität und Integration sowie applikative und entwicklungstechnische Erweiterungen.

Auch mit der neuen Version seiner ERP-Lösung möchte Microsoft wieder seine drei Versprechen an die Nutzer einhalten. Das Produkt soll demnach wie die Vorgänger schnell zu implementieren und einfach anzuwenden sein und darüber hinaus mittelständische Unternehmen auf der ganzen Welt dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.

Die Veröffentlichung von Microsoft Dynamics NAV 2016 bringt zahlreiche funktionelle Neuerungen und Erweiterungen mit sich. Diese umfassen unter anderem:

• Die neue, innovative Universal App (verfügbar für Windows, iOS und Android), welche die Nutzung des Programmes nun sogar auf dem Smartphone ermöglicht.

• Tiefere Integration mit den Produkten Microsoft CRM, Azure und Office 365 zur Erleichterung der Arbeitsabläufe sowie erweiterter Power BI Content.

• Ausgebaute Möglichkeiten zur Digitalisierung von Unternehmensunterlagen und -prozessen durch Document Management, OCR und ein neues Workflow-Modul.

• Verbesserte Anbindung an die Außenwelt durch neue E-Services und die Microsoft Social Engagement Integration.

• Zusätzliche Erweiterungen in der Entwicklungsumgebung (z.B. neue automatisierte Tests), der Finanzbuchhaltung und dem Web Client.

Microsoft Dynamics NAV 2016
Quelle: Microsoft

Details zu den neuen Funktionen und Erweiterungen in Dynamics NAV 2016 erhalten Sie schon in Kürze auf unserem ERP-Blog.

Weitere direkte Informationen zu dem neuen Release finden Sie auch hier.

Reibungsloser Zahlungsverkehr mit aktuellen Bankleitzahlen

Am 8. Juni war es wieder soweit – die Bundesbank stellte eine aktualisierte Fassung der Bankleitzahlendateien bereit.

Zahlungsverkehr NAVEin effizienter und sicherer Zahlungsverkehr ist die Grundlage für ein stabiles Finanzsystem. Die Deutsche Bundesbank sichert und überwacht u.a. den bargeldlosen Zahlungsverkehr und bietet Abwicklungs- und Verrechnungsdienstleistungen an.

Für die reibungslose Abwicklung des Zahlungsverkehrs stellt nun die Bundesbank kontinuierlich neue  Bankleitzahlendateien sowie weitere Informationen zu Bankleitzahlen zur Verfügung. Diesen Montag wurde nun wieder eine Aktualisierung der Daten durchgeführt.

Der verbindliche Bankleitzahlen-Änderungsdienst erfolgt für Zahlungsdienstleister durch einen gesicherten Download aus dem ExtraNet der Deutschen Bundesbank. Ergänzend stellt die Deutsche Bundesbank die Bankleitzahlendatei unverbindlich ins Internet ein.

BLZ-Import für Dynamics NAV

Damit der Zahlungsverkehr reibungslos funktionert und es bei der Neuanlage von Bankverbindungen nicht zu Problemen kommt, sollten die Bankleitzahlen immer aktuell in ihr ERP-System eingespielt werden.

Sie können für Microsoft Dynamics NAV, sofern Sie ein Zahlungsmodul besitzen, die aktualisierte Fassung der Bankleitzahlen ganz einfach als txt.-Datei über den Import einspielen.
Im Folgenden finden Sie die Bankleitzahlen-Dateien zum Download im ASCII-Format als PC-Text, PC-Excel und Lotus Notes.

Die Bereitstellung der Dateien für die nächste Aktualisierung per 7. September 2015 wird voraussichtlich im August 2015 erfolgen.

Änderung in der Umsatzsteuerregelung ab 2015

UPDATE: Mit dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 5.12.2014 wird die Nichtbeanstandungsregelung bei der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge) für Lieferungen von bestimmten Metallen um sechs Monate verlängert. Die Übergangsregelung für Lieferungen von Edelmetallen (mit Ausnahme der Lieferungen von Gold, soweit sie bereits vor dem 1. Oktober 2014 unter § 13b Abs. 2 Nr. 9 UStG fielen), unedlen Metallen, Selen und Cermets gilt nun bis zum 30.Juni 2015.

Für Händler von Metallen, weiteren Erzeugnissen und elektronischen Dienstleistungen tritt 2015 eine Änderung des Umsatzsteuerrechts in Kraft. Bereits seit vergangenem Oktober gilt hierfür eine Übergangsregelung.

Händler von Metallen, Tablet-Computern und Spielekonsolen sowie Vertreiber von Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdiensten und nicht-physischen Produkten und Dienstleistungen aufgepasst: die Richtlinie 2008/8/EG wird das bisher geltende Umsatzsteuerrecht (§ 13b UStG) verändern und den Geltungsbereich des §13b erweitern. Mit Inkrafttreten der Änderungen wird das sogenannte Reverse-Charge-Verfahren auf die in nachfolgender Tabelle dargestellten Sachverhalte ausgeweitet.

Tabelle_Metalle_Umsatzsteuerregelung
Die Umsatzsteuer für die betroffenen Handelsgüter muss damit künftig nicht mehr vom Anbieter, sondern durch den Erwerber abgeführt werden. Hintergrund für die neuen Regelungen sind die zahlreichen Umsatzsteuerbetrugsfälle, die sich insbesondere im Metallbereich  in den vergangenen Jahren ereignet haben.

Neben Metalllieferanten und Vertreibern von Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdiensten sind von den Gesetzesänderungen vor allem Dienstleister aus dem B2C-Sektor betroffen, die Leistungen wie Webhosting, Weiterbildungs- und Informationsplattformen, Verkaufsportale oder digitalen Content anbieten. Auch für B2B-Händler gilt dabei weiterhin die Reverse-Charge-Regelung, wonach der Leistungsempfänger die Steuer zu entrichten hat.

Die neuen Richtlinien sind bereits seit dem 01.10.2014 gültig, damit die betroffenen Unternehmen jedoch genügend Zeit haben, erforderliche Maßnahmen wie Anpassungen in der EDV und Abstimmungen mit Lieferanten und Abnehmern zu ergreifen, gilt der Zeitraum bis zum neu: 30. Juni 2015 als Übergangsphase.

Auswirkungen der neuen Regelung auf Microsoft Dynamics NAV

Im Einkaufsmodul von Microsoft Dynamics NAV müssen die Tatbestände des §13b berücksichtigt werden. Hierzu ist es notwendig, eine Änderung in der bestehenden MwSt.-Buchungsmatrix vorzunehmen. Für den Verkauf ist eine Änderung der Verkaufsrechnung notwendig, die einen Hinweis auf die Versteuerung nach §13b enthält.

Sprechen Sie die Sachverhalte mit Ihrem Steuerberater durch und kontaktieren Sie uns gerne für die vorzunehmenden Einrichtungen in Microsoft Dynamics NAV.