Schlagwort-Archive: Finanzmanagement

Microsoft Dynamics 365 Business Central: Release im April

Microsoft hat den offiziellen Namen sowie das Veröffentlichungsdatum seiner neuen Cloud-ERP-Lösung bekanntgegeben. Dynamics 365 Business Central wird ab April offiziell erhältlich sein.

Die cloudbasierte All-in-One-Unternehmensmanagementlösung, die bisher unter dem Arbeitstitel Dynamics 365 „Tenerife“ bekannt war, wird den vollen Funktionsumfang von Microsoft Dynamics NAV besitzen. Auch die On-Premise-Version wird weiterhin Bestand haben.

Dynamics 365 Business Central steht ab 2. April in 14 Ländern (u.a. Deutschland) bereit und wird in den zwei unterschiedlich ausgestatteten Preispaketen „Essential” und „Premium” verfügbar sein. Während die „Essential“-Version alle notwendigen Module beinhaltet, um beispielsweise Finanzgeschäfte, Vertrieb, Kundenservice, Personal-, Projekt- und Supply-Chain-Management abzuwickeln, enthält die „Premium“-Edition zusätzlich Module für Service-Order-Management und Fertigung.

Business Central soll dabei helfen, einfache Buchhaltungssoftware und ERP-Altsysteme schnell und einfach upzugraden. Aktualisierungen erfolgen durch den Cloud-Betrieb anschließend automatisch, aufwendige Upgrade-Prozesse entfallen. Die Basis-Funktionalitäten können schließlich mit weiteren Microsoft-Cloud-Services (z.B. Office 365) verbunden und mit PowerApps, Microsoft Flow und Power BI für spezifische, wachsende und sich ändernde Unternehmensanforderungen angepasst und erweitert werden.

Microsofts Anliegen ist es dabei vor allem, durch automatisierte Geschäftsabläufe und Workflows (mithilfe vertrauter Tools wie Office, Outlook, Word und Excel), vernetzte Daten und intelligente Technologien eine flexible Cloud-Plattform zu schaffen, die dem Nutzer eine einheitliche und effiziente Möglichkeit bietet, seine Unternehmensgeschäfte abzuwickeln. Die so geschaffene Vernetzung des Unternehmens hilft schließlich dabei, fundierte Entscheidungen treffen zu können. Für einen besseren Überblick und mehr Produktivität wurde Dynamics 365 Business Central zudem mit einer neuen modernen Benutzeroberfläche ausgestattet.

Dynamics NAV 365 Business Central
Business Central kommt mit neuer moderner Benutzeroberfläche (Quelle: Microsoft)

Durch seine verbesserte User Experience, seine Erweiterbarkeit und den vollen Dynamics NAV-Funktionsumfang bietet die All-in-One Business Management Solution somit viele Vorteile – insbesondere für Unternehmen, die ein flexibles System suchen, welches bei steigenden Anforderungen mit Ihnen wächst.

Kostenrechnung mit Microsoft Dynamics NAV

Kostenrechnung mit Dynamics NAVEine konsistente Kostenrechnung ist für Unternehmen eine wichtige Grundlage für die optimale Kalkulation von Produkten und Leistungen und somit die Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Mit dem integrierten Kostenrechnungs-Modul von Microsoft Dynamics NAV wird die Kostenanalyse optimal unterstützt.

Am Beginn jeder betrieblichen Kostenrechnung steht die Kostenartenrechnung, mithilfe derer die Frage geklärt werden soll, welche Kosten in welcher Höhe im Unternehmen überhaupt entstanden sind. Hierzu werden die angefallenen Kosten von den Leistungen getrennt und entsprechend ihres Ursprungs eingeordnet, beispielsweise nach der Art der Produktionsfaktoren (z.B. Material- oder Personalkosten), nach betrieblichen Funktionen (z.B. Verwaltung oder Fertigung) oder nach ihrer Zurechenbarkeit (Einzel- oder Gemeinkosten). Teil der Kostenrechnung ist zudem die Kostenträgerrechnung, welche zur Herkunftsklärung der einzelnen Kostenpositionen dient. Verbunden werden Kostenarten- und Kostenträgerrechnung schließlich durch die Kostenstellenrechnung, die über die Darstellung von Prozessen und Leistungsbeziehungen und schließlich die Aufschlüsselung und Zuordnung der Gemeinkosten zu einzelnen Bereichen einen Gesamtüberblick über alle Kosten und ihre Ursprünge gibt.

Das voll in Dynamics NAV integrierte Modul Kostenrechnung deckt hierfür wichtige Funktionsbereiche wie Kostenstellenrechnung, Kostenträger- und Leistungsverrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Budgetierung und Plankostenverrechnung sowie Kalkulationsschemata vollumfänglich ab. Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger können dabei frei definiert und zueinander in Verbindung gesetzt werden. Durch verschiedene vordefinierte Parameter und Methoden zur Kostenallokation sowie die Option Vollkosten- und Teilkostenansätze zu verwenden, bieten sich schließlich zahlreiche Möglichkeiten für eine umfassende Kostenrechnung. Die dazu notwendigen Daten und Informationen können dabei direkt aus der NAV-Sachbuchhaltung gezogen, Budgets problemlos von und zu Excel ex- und importiert werden.

Für weitere Informationen rund um das Thema Kostenrechnung mit Dynamics NAV kontaktieren Sie uns! Unsere Consultants beraten Sie gerne.

Finanzgeschäfte steuern mit Qlik Sense Enterprise

Finanzgeschäfte mit Qlik Sense EnterpriseMit den vielfältigen Business Intelligence Lösungen von Qlik lassen sich Unternehmensdaten aller Branchen effizient auswerten und visualisieren. Auch Anwender in Finanzabteilungen können von den umfangreichen Funktionen von Qlik Sense Enterprise profitieren.

So kann Qlik Sense Enterprise beispielsweise kaufmännische Geschäftsführer und deren Finanzabteilungen dabei unterstützen, einen besseren Überblick über das operative und finanzielle Geschäft zu behalten, indem es dem Anwender dynamische Apps zur Optimierung von Analysen und Vorhersagen bietet. Die Applikationen extrahieren und verknüpfen Basisdaten aus verschiedenen Quellen mit einer frei konfigurierbaren Aktualisierungsfrequenz, egal ob aus einem ERP-System, aus Excel-Dateien oder durch Zugriff auf Web-APIs. Statt mit abfragebasierten Lösungen lediglich auf Teilmengen-Analysen beschränkt zu sein, versetzt das assoziative Modell von Qlik den Anwender in die Lage, Visualisierungen über sämtliche Daten zu erstellen und so auch bisher unbekannte Zusammenhänge zu erkennen.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Finanzbereich

Wichtige Anwendungsbereiche für Finanzabteilungen sind beispielsweise die Verbesserung der Datenqualität für Kennzahlenberechnungen, die schnelle Plausibilitätskontrolle von ERP-Buchungsroutinen oder die Etablierung interaktiver Unternehmensreports. Die Datenauswertung und Visualisierung von Zusammenhängen mit Qlik Sense Enterprise trägt somit zu einer besseren Finanzplanung, zur Cashflow-Optimierung und damit auch zur Ergebnissteigerung bei. Durch seine einfache Handhabung mit Self-Service-Funktionalitäten befähigt Qlik Sense Enterprise – anders als ressourcenintensive, inkonsistente Finanzabstimmungen – auch Anwender ohne fortgeschrittene technische Kenntnisse dazu, verlässliche Finanzanalysen und Reports zu erstellen. Hierzu bietet Qlik Sense Enterprise unter anderem folgende Möglichkeiten und Vorteile:

  • „Was wäre wenn“-Analyse
    Erlaubt es Managern, unterschiedliche Vorhersageszenarien und Budgetierungen zu testen und die Auswirkungen der möglichen Ergebnisse zu bewerten.
  • Vergleichende Analyse
    Ermöglicht es Nutzern, verschiedene Budget-Verteilungen, Ressourcen und Kostenschätzungen miteinander zu vergleichen.
  • Schnelle Integration multipler Datenquellen
    Kreiert einen ganzheitlichen Überblick über Planungs- und Budgetierungsdaten aus unterschiedlichen Datenquellen heraus.
  • Kollaboration und Anmerkungen
    Optimierte Gruppenentscheidungen durch interaktive Sessions und Anmerkungen zur Anpassung funktionaler Verzögerungszeiten.
  • Umfassendes Partnernetzwerk
    Bestmögliche Budgetierungs- und Planungsapplikationen verschiedener Partner – auf spezifische Geschäftsanforderungen zugeschnitten.

Mit seinen vielfältigen Funktionen sowie der Möglichkeit zur Anbindung multipler Datenquellen bildet Qlik Sense Enterprise somit die ideale Basis zur Steuerung verschiedenster Prozesse im Finanz-Bereich. Qlik Sense Enterprise leistet effiziente Unterstützung für Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Finanzplanung und -analyse, Kosten- und Risikomanagement, Validierung von Umsatz- und Rentabilitätskennzahlen, Investmentanalyse, Cashflow und Bilanzmanagement.

Sehen Sie in folgendem Video zehn Anwendungsfälle im Finanzbereich mit Qlik Sense Enterprise:

Qlik Finance Toolkit Video

Buchempfehlung: Microsoft Dynamics NAV 2016 – Financial Management

Microsoft Dynamics NAV 2016 - Financial ManagementErfahren Sie im Handbuch „Microsoft Dynamics NAV 2016 – Financial Management“ alles Wissenswerte zur erfolgreichen Abwicklung Ihrer täglichen Finanzgeschäfte mit Dynamics NAV.

Der praktische Ratgeber bietet Erklärungen zu allen wichtigen Neuerungen im Financial-Bereich, die in Microsoft Dynamics NAV in den vergangenen Releases (insbesondere in Version 2016) eingeführt wurden. Darüber hinaus wird im Detail erläutert, wie die jeweiligen Erweiterungen und neuen Funktionalitäten am effizientesten zur Erleichterung alltäglicher Geschäftsabläufe im Finanzmanagement eingesetzt werden können.

Die besprochenen Themengebiete umfassen unter anderem wichtige Prozesse in Einkauf und Verkauf, Zahlungsabwicklungen, Bankkonten- und Cashflow-Management, die Bewertung von Lagerbeständen, das Senden und Empfangen elektronischer Dokumente sowie diverse Business Intelligence Funktionen.

Der Guide richtet sich vor allem an Anwender aus der Finanzbuchhaltung und kann ab sofort in englischer Sprache hier bestellt werden: Microsoft Dynamics NAV 2016 – Financial Management

Änderungen in der Abwicklung der Zusammenfassenden Meldung mittels ELMA5

Zum 01. August diesen Jahres hat das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Verschlüsselung bei der Abgabe der Zusammenfassenden Meldung via ELMA5 von SHA256 auf SHA512 geändert.

Das neue Ver­schlüssel­uDatenverschlüsselung_pixabayngsverfahren ist ab dem 01. August 2016 anzuwenden.
Auf Nachfrage bei Microsoft wurde uns hier folgende Information des BZSt zur Verfügung gestellt:
„Die Zusammenfassende Meldung ist von der Umstellung ebenfalls betroffen. Wenn die erstellten egp-Dateien aber über das BZSt-Online-Portal hochgeladen werden, werden die dazugehörigen Signaturdateien automatisch durch das Portal erstellt. Von Ihrer Seite sind in diesem Fall keine Änderungen erforderlich.“ (Quelle BZSt)

Das bedeutet, dass die Dateien aus dem ERP-System Microsoft Dynamics NAV nach wie vor ohne Änderung erstellt werden können. Die Verschlüsselung der in Dynamics NAV erstellten Dateien geschieht durch das Portal. Eine gesonderte Umstellung in Microsoft Dynamics NAV ist hier nicht notwendig.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Die neue Funktion „Abgrenzungsbuchung“

Microsoft Dynamics NAVBeim Jahresabschluss sind aktive und passive Rechnungsabgrenzungsbuchungen durchzuführen, um den periodengerechten Erfolg zu ermitteln. Unabhängig vom Zeitpunkt der Rechnungs- und Zahlungsbuchung werden Aufwände und Erträge somit der Periode zugerechnet, in der sie wirtschaftlich relevant sind. Die seit Version 2016 verfügbare Funktion „Abgrenzungsbuchung“ vereinfacht diesen Prozess in Microsoft Dynamics NAV.

Für eine sinnvolle Unternehmenssteuerung ist die jährliche Feststellung des Unternehmenserfolges durch eine Gewinn- und Verlustrechnung eindeutig zu wenig. Eine monatlich exakte Bestimmung der Unternehmenskennzahlen ist mittlerweile auch für kleinere Unternehmen unerlässlich, um stets eine umfassende Grundlage für schnelle Entscheidungen parat zu haben. Eine periodengenaue Abgrenzung ist deswegen in vielen Unternehmen alltägliche Praxis.

Bis dato sind hierfür allerdings umfangreiche und arbeitsintensive Umbuchungsprozesse im Nachhinein zu initiieren.
Mit der neuen Funktion „Abgrenzungsbuchung“ in Microsoft Dynamics NAV 2016 können diese Buchungen vorlagengesteuert automatisch im Zuge der Ursprungsbuchung generiert werden.

Abgrenzungsbuchung Dynamics NAV 2016
Quelle: prisma informatik

In den Vorlagen kann unter anderem die Berechnungsmethode, das Startdatum für die Abgrenzungsbuchung und die Anzahl der Monate gesteuert werden – eine flexible Datumsformel wird in der Version NAV 2016 nicht angeboten, obwohl der Feldname darauf hindeutet. In der Praxis sollte aber ein monatlicher Zyklus ausreichen.

Die Vorlagen können in der Sachbuchhaltung (Sachkonto, FiBu Buch.-Blatt) verwendet werden, sie können aber auch Artikeln oder Ressourcen zugeordnet werden. Damit ist es möglich, auch dann Buchungen automatisch abzugrenzen, wenn diese über die Warenwirtschaftsmodule (Einkauf, Verkauf) generiert werden.
Mit der Entstehungsbuchung wird nur der entsprechende Monatsanteil auf das Aufwands- oder Ertragskonto gebucht. Mit dem Buchungsdatum der Entstehungsbuchung wird dann der entsprechende Rest auf das Abgrenzungskonto gebucht. Gleich mit dieser werden aber auch Buchungen zu Buchungsdaten in der Zukunft generiert, die das Konto gegen das jeweilige Aufwands- oder Ertragskonto wieder auflösen.

Vor der Buchung kann in einer neuen Page der Abgrenzungsvorschlag eingesehen werden und gegebenenfalls durch den Sachbearbeiter geändert werden. Für die Finanzbuchhaltung wird zusätzlich ein neuer Report mit ausgeliefert, um die Abgrenzungen auszuwerten.
Klassische Einsatzgebiete für diese Funktion sind im Voraus zu zahlende bzw. erhaltene Versicherungsbeiträge, Provisionen, Kraftfahrzeugsteuern, Mieten und Zinsen – insbesondere hier werden gegebenenfalls die Kosten der Geldbeschaffung für einen Kredit über dessen Laufzeit abgegrenzt.

Darüber hinaus kann diese Funktion auch immer dann verwendet werden, wenn ein Unternehmen seinen Kunden Service- oder Vertragsleistungen im Voraus berechnet hat und die Erlöse jeweils über die Vertragslaufzeit verteilt dargestellt werden sollen. Andersherum kann die Funktion auch verwendet werden, wenn einem Unternehmen diese Kosten durch ein anderes Unternehmen in Rechnung gestellt werden.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Buchungsvorschau

Microsoft Dynamics NAVIn Dynamics NAV werden seit jeher mit der Buchung eine große Anzahl von Posten im System geschrieben, die den Geschäftsfall dokumentieren. Mit den Posten findet die Fortschreibung der Geschäftsprozesse auf elementarer Ebene statt. Durch die lückenlose Journalisierung aller Transaktionen wird das Hauptbuch in der Finanzbuchhaltung gebildet und verschiedene Nebenbücher für Debitoren, Kreditoren, Lager und diverse andere mehr. Mit der Einführung von Microsoft Dynamics NAV 2016 wurde dieser Prozess verbessert.

Die Ergebnisse in Form der Posten konnten bis dato immer nur nach der Buchung genau eingesehen werden. Für die Analyse vor der Buchung gibt es bis heute in vielen Bereichen zwar eine Art Testbericht, in dem die grundlegende Struktur und ggf. vorhandene Fehler dargestellt werden, aber eine kontengenaue Vorwegnahme des Buchungsergebnisses ist nicht möglich.

Mit der Version Dynamics NAV 2016 wurde hier eine grundlegende Neuerung eingeführt: Ohne dass die Buchung bereits in den Posten festgeschrieben ist, kann eine neue Page aufgerufen werden, die von der Struktur der Navigate-Page entspricht. Mit dem Funktionsaufruf „Zugehörige Posten anzeigen“ kann der Anwender dann in die jeweilige Postenart einsteigen, um dort das Buchungsergebnis vorab zu begutachten.

Diese Funktion wird als „Buchungsvorschau“ bezeichnet.

Buchungsvorschau Dynamics NAV 2016
Quelle: prisma informatik

Die eigentliche Navigate-Page ist natürlich weiterhin verfügbar für die gebündelte Anzeige von „gebuchten Posten“ (Historie) eines Geschäftsfalls.

Diese Funktion kann im Rahmen der Standardanwendung in folgenden Bereichen aufgerufen werden:

Dynamics NAV 2016 Buchungen
Quelle: prisma informatik

Die Funktion ist gerade bei der Systemeinrichtung sehr wertvoll. Konfigurationen können schnell geprüft werden. Auch wenn in einem laufenden System Buchungsparameter geändert werden (z. B. Konten in der Buchungsmatrix), können die Auswirkungen getestet werden, ohne Gefahr zu laufen, eine Fehlbuchung durchzuführen. Durch die vollständige Transparenz der Ergebnisse im Vorgriff steigt das Vertrauen der Anwender in ihre Tätigkeit, gerade wenn Mitarbeiter bestimmte Prozesse zum ersten Mal durchführen.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Erweiterungen in der Finanzbuchhaltung

Microsoft Dynamics NAVDer konsequente Releasezyklus von Microsofts Dynamics NAV-Reihe lässt es zur Tradition werden: Wieder einmal möchten wir Ihnen in einigen Beiträgen die erweiterten Funktionalitäten der neuesten Dynamics NAV Version 2016 näherbringen. Insbesondere im Finanzbereich finden sich auch diesmal wieder zahlreiche Neuerungen, da in einem integrierten System ohnehin sehr viele Prozesse letztendlich in der Finanzbuchhaltung zusammenfließen. Dieser Artikel fokussiert sich auf einige Themen, die seitens Microsoft selbst unter dem Begriff „Finance Enhancements“ geführt werden.

Auch verschiedene technische Erweiterungen haben primär und direkt mit den Abläufen in der Finanzbuchhaltung zu tun, weitere Funktionalitäten, wie z. B. die Workflow-Funktion, haben zumindest mittelbaren Einfluss auf die Finanzbuchhaltung. Diese Themen sollen dann jedoch Gegenstand gesonderter Beiträge sein.

Was beschäftigte uns 2015?
Wenn wir auf die Version Dynamics NAV 2015 zurückschauen, haben wir uns im Bereich der Finanzbuchhaltung im Wesentlichen mit Neuerungen im Zahlungsverkehr beschäftigt. Der Import und die Verarbeitung von Kontoauszügen wurden hier seitens Microsoft als „Service“ zur Verfügung gestellt. Das heißt, man konnte auf die Expertise eines zentralen Dienstes zugreifen, um die Datenverarbeitung im eigenen Unternehmen durchzuführen.

Außerdem wurde das Drucken von Belegen nun erstmals auch über Word-Vorlagen ermöglicht. Auch Fachabteilungen sollen so in der Lage sein, selbstständig und einfach Reports zu designen. Standardformate wurden dabei vor allem für Verkaufsbelege mitgeliefert. Versierten Anwendern war es aber möglich, für prinzipiell jeden RDLC-Report ein entsprechendes Word-Layout anzulegen.

Weiterentwicklungen in 2016
Die beiden oben genannten Themen wurden auch in der neuen Version wieder aufgegriffen und nochmals verbessert.
So wird beispielsweise das interne Zahlungsverkehrsmodul weiter ausgebaut. Hier wurde nun eine klassische Zahlungsvorschlagsliste hinzugefügt, die u.a. im Vorfeld der Zahlungen zur Analyse fehlender Stammdaten und ähnlichem verwendet werden kann. An den Komfort und an die Funktionsvielfalt, die Kunden im deutschen Markt durch die Add-On-Module von OPplus oder akquinet im Bereich Zahlungsverkehr gewohnt sind, kommt das Standardmodul allerdings noch immer nicht heran. Hier darf man auf die Weiterentwicklung und die Positionierung in den kommenden Jahren gespannt sein.

Einen kleinen aber feinen Fortschritt gibt es auch im Zusammenhang mit Drucklayouts für bestimmte Reports. Auf Ebene der Debitoren und Kreditoren kann nun gesteuert werden, welches Drucklayout verwendet und an welche Empfänger es gegebenenfalls per E-Mail gesendet werden soll. Außerdem gibt es nun eine Standardvorlage für den Kontoauszugsbericht.

Microsoft Dynamics NAV 2016 – Erweiterungen in der Finanzbuchhaltung weiterlesen

Reibungsloser Zahlungsverkehr mit aktuellen Bankleitzahlen

Am 8. Juni war es wieder soweit – die Bundesbank stellte eine aktualisierte Fassung der Bankleitzahlendateien bereit.

Zahlungsverkehr NAVEin effizienter und sicherer Zahlungsverkehr ist die Grundlage für ein stabiles Finanzsystem. Die Deutsche Bundesbank sichert und überwacht u.a. den bargeldlosen Zahlungsverkehr und bietet Abwicklungs- und Verrechnungsdienstleistungen an.

Für die reibungslose Abwicklung des Zahlungsverkehrs stellt nun die Bundesbank kontinuierlich neue  Bankleitzahlendateien sowie weitere Informationen zu Bankleitzahlen zur Verfügung. Diesen Montag wurde nun wieder eine Aktualisierung der Daten durchgeführt.

Der verbindliche Bankleitzahlen-Änderungsdienst erfolgt für Zahlungsdienstleister durch einen gesicherten Download aus dem ExtraNet der Deutschen Bundesbank. Ergänzend stellt die Deutsche Bundesbank die Bankleitzahlendatei unverbindlich ins Internet ein.

BLZ-Import für Dynamics NAV

Damit der Zahlungsverkehr reibungslos funktionert und es bei der Neuanlage von Bankverbindungen nicht zu Problemen kommt, sollten die Bankleitzahlen immer aktuell in ihr ERP-System eingespielt werden.

Sie können für Microsoft Dynamics NAV, sofern Sie ein Zahlungsmodul besitzen, die aktualisierte Fassung der Bankleitzahlen ganz einfach als txt.-Datei über den Import einspielen.
Im Folgenden finden Sie die Bankleitzahlen-Dateien zum Download im ASCII-Format als PC-Text, PC-Excel und Lotus Notes.

Die Bereitstellung der Dateien für die nächste Aktualisierung per 7. September 2015 wird voraussichtlich im August 2015 erfolgen.

Änderung in der Umsatzsteuerregelung ab 2015

UPDATE: Mit dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 5.12.2014 wird die Nichtbeanstandungsregelung bei der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge) für Lieferungen von bestimmten Metallen um sechs Monate verlängert. Die Übergangsregelung für Lieferungen von Edelmetallen (mit Ausnahme der Lieferungen von Gold, soweit sie bereits vor dem 1. Oktober 2014 unter § 13b Abs. 2 Nr. 9 UStG fielen), unedlen Metallen, Selen und Cermets gilt nun bis zum 30.Juni 2015.

Für Händler von Metallen, weiteren Erzeugnissen und elektronischen Dienstleistungen tritt 2015 eine Änderung des Umsatzsteuerrechts in Kraft. Bereits seit vergangenem Oktober gilt hierfür eine Übergangsregelung.

Händler von Metallen, Tablet-Computern und Spielekonsolen sowie Vertreiber von Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdiensten und nicht-physischen Produkten und Dienstleistungen aufgepasst: die Richtlinie 2008/8/EG wird das bisher geltende Umsatzsteuerrecht (§ 13b UStG) verändern und den Geltungsbereich des §13b erweitern. Mit Inkrafttreten der Änderungen wird das sogenannte Reverse-Charge-Verfahren auf die in nachfolgender Tabelle dargestellten Sachverhalte ausgeweitet.

Tabelle_Metalle_Umsatzsteuerregelung
Die Umsatzsteuer für die betroffenen Handelsgüter muss damit künftig nicht mehr vom Anbieter, sondern durch den Erwerber abgeführt werden. Hintergrund für die neuen Regelungen sind die zahlreichen Umsatzsteuerbetrugsfälle, die sich insbesondere im Metallbereich  in den vergangenen Jahren ereignet haben.

Neben Metalllieferanten und Vertreibern von Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdiensten sind von den Gesetzesänderungen vor allem Dienstleister aus dem B2C-Sektor betroffen, die Leistungen wie Webhosting, Weiterbildungs- und Informationsplattformen, Verkaufsportale oder digitalen Content anbieten. Auch für B2B-Händler gilt dabei weiterhin die Reverse-Charge-Regelung, wonach der Leistungsempfänger die Steuer zu entrichten hat.

Die neuen Richtlinien sind bereits seit dem 01.10.2014 gültig, damit die betroffenen Unternehmen jedoch genügend Zeit haben, erforderliche Maßnahmen wie Anpassungen in der EDV und Abstimmungen mit Lieferanten und Abnehmern zu ergreifen, gilt der Zeitraum bis zum neu: 30. Juni 2015 als Übergangsphase.

Auswirkungen der neuen Regelung auf Microsoft Dynamics NAV

Im Einkaufsmodul von Microsoft Dynamics NAV müssen die Tatbestände des §13b berücksichtigt werden. Hierzu ist es notwendig, eine Änderung in der bestehenden MwSt.-Buchungsmatrix vorzunehmen. Für den Verkauf ist eine Änderung der Verkaufsrechnung notwendig, die einen Hinweis auf die Versteuerung nach §13b enthält.

Sprechen Sie die Sachverhalte mit Ihrem Steuerberater durch und kontaktieren Sie uns gerne für die vorzunehmenden Einrichtungen in Microsoft Dynamics NAV.