Viele Betriebe und Verbände verfolgen zwar bereits technische Ansätze, eine durchgängige strukturelle Digitalisierung findet sich allerdings noch immer bei wenigen, da der Weg dorthin weiterhin mit vielen organisatorischen und technologischen Herausforderungen gepflastert ist.
Vor allem in Werkstätten und im Teilegroßhandel herrschen weiterhin manuelle Abläufe, Medienbrüche und keine einheitlichen Systemlandschaften vor. Aufgespaltete Datenflüsse sorgen oftmals für weniger Effizienz, eine höhere Fehlerquote und eine geringere Kundenzufriedenheit. Zwar sind einzelne Lösungen meist vorhanden, es fehlt jedoch an einer koordinierten Struktur und entsprechenden Schnittstellen, um eine durchgängige digitale Wertschöpfungskette zu gewährleisten.
Experten betonen hierbei für Teilegroßhändler, Werkstätten und Co. neben der Relevanz vernetzter Softwaresysteme jedoch auch immer wieder die Wichtigkeit von aktuellen und strukturierten Daten. Zusätzlich baut sich zunehmend ein enormer Technologiedruck aus Richtung der weitaus fortschrittlicheren Fahrzeugentwicklung auf. Doch freie Werkstätten und ihre Zulieferer stehen nicht nur vor der Herausforderung, technisch aufzurüsten, sondern auch organisatorisch und personell Schritt zu halten.
Es mangelt somit nicht nur an den nötigen Technologien, sondern insbesondere auch an Vernetzung und praxisorientierten Konzepten. Um auf einem zunehmend datengetriebenen Markt bestehen zu können, brauchen Werkstätten und Teilegroßhändler offene Systeme, strukturierte Daten und qualifizierte Mitarbeitende. Digitalisierung im Automotive Aftermarket ist also kein reines IT-Projekt, sondern eine kontinuierliche strategische Aufgabe für die gesamte Branche.